Montag, August 28, 2006

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Rechenaufgabe

Ein Mann fährt mit 30 kmh von Frankfurt nach Koblenz auf gerader Linie (weil's eine Rechenaufgabe ist und sonst fies schwer wäre).
Seine Frau merkt, dass er seine Medizin für den Kopf vergessen hat. Sonst hört er wieder diese Stimmen, die meinen er solle schneller fahren als 30 Sachen.
Also, das merkt sie halt und fährt ihm auf ihrer Harley Davidson hinterher... im Nachthemd aber mit Helm. Muss ja schnell gehen aber sicher ist sicher.
Sie fährt auch auf gerader Linie (was ihr Alter kann...) und zwar mit genau 89 kmh. Sie hat allerdings einen Gegenwind von 22 kmh und muss nach 15 Kilometern tanken, weil das der Trottel wieder vergessen hat. Dabei gehen insgesamt 10 Minuten drauf um die Tanke zu überfallen (wenn man schon mal da ist...).
Außerdem fährt sie einen Umweg von 7 Minuten um die Bullen abzuhängen.
Ihr Mann allerdings hat sich auch Zeit gelassen. Unterwegs hat er sich nämlich noch einen Stricher ins Auto geholt und den für ne Stunde bezahlt. Als er wieder weiterfährt hört er wieder die Stimmen und gibt ordentlich Schub. Um genau zu sein ballert er jetzt mit 150 Sachen nach Koblenz. Seine Frau hat mittlerweile 21 Polizeiautos zerdeppert und tritt jetzt auch ordentlich drauf, und zwar mit genau 170 Knoten.
Nun zur Frage: Wie heißt der Stricher?

Samstag, August 26, 2006

generiert von Sloganizer

Ein Colt für Adolf Higgins

Ich hab ja vor geraumer Zeit schon den Sindbad, die Maya, den Pinocchio, die Heidi und das ganze andere Gesumse beackert.
Wird Zeit, dass ich in der Televisionären Evolution mal einen Schritt voran gehe.
Die Krimi/Action Serien.
Ja, da waren ein paar echte Kracher dabei.
Ich fang einfach mal wahllos an und sag... öööhm... Magnum!



Jawoll! Schnauzbart war in. Jedenfalls auf Hawaii. JEDER in dieser Serie hatte ein Bärtchen.
Der Thomas Magnum, sein Kumpel T.C., der Higgins (der bestimmt Adolf hieß, aber ich greife wieder mal vor) aber einer fällt raus: Der Rick!
Ein Geheimnis, welches noch geüftet werden muss.
Ein anderes Geheimnis ist Adolf Higgins.
Gut er war/ist Brite und die tragen auch mal ganz gern Khaki-Armee-Klamotten, aber dennoch war's sehr befremdlich.
Ich dachte wirklich im ersten Moment: "Warum wohnt der coole Magnum bei Adolf Hittler? Warum hat der nicht einen geschickteren Nachnamen gefunden als Higgins, und warum fällt das auf Hawaii keinem auf? Allen voran Privatschnüffler Magnum hätte ins zerebrale Straucheln kommen müssen. Ich hätte zumindest ein:
"Dich kenn ich doch von irgendwoher!" erwartet.
Dann auch noch zwei Dobermänner an der Seite von Adolf Higgins. Ein Bild, das sich einprägt.
Etwa zur gleichen Zeit lief im ZDF Vorabendprogramm eine andere Serie: Ein Colt für alle Fälle.



Hier weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Ein Stuntman der Kautionsflüchtlinge wieder einfängt.
Aha.. Er wohnt zusammen mit einem knackigen Mädel, das einer Sonnencreme Werbung entsprungen sein könnte und einen dezent hilflosen Aushilfsstuntman.
Aha.. Sein Haus liegt in den Hüglen von L.A. und er fährt einen Pickup, der in jeder Folge über mindestens einen Zaun/Mauer/Auto oder sonstwas springt und NIE zu Bruch geht.
Aha.. Colt hatte auch immer einen Colt im Stiefel und er hat nie gehumpelt.
Unsereins kann nicht zwei Meter mit einem Stein im Schuh laufen und der Mann hat gleich einen ganzen Colt dabei.
Ansonsten eine schöne heile Welt Serie wo die Guten mit Colt im Schuh immer gewannen.
Ganz anders Miami Vice (jaa...lalala....Kinofilm...lalala...Colin Farrel).
Miami Vice war anders.



Trotz Amiserie und stylish gekleideten Cops und Gangstern war da was Besonderes dabei. Etwas wo man anfangs nicht so recht wusste, was es war.
Jetzt glaube ich's zu wissen: Die Serie brachte das unterschwellige Gefühl rüber, dass hier gestorben wird. Dass keiner der ge- und beliebten Charaktere sicher ist.
Nur der Tubbs... der war irgendwie ne Fehlbesetzung. Wenn der Mann etwas wichtiges zu sagen hatte (Sachen wie: "Flossen hoch!" oder "Waffe weg!") zog er die Nase in Falten. Erstaunlich wie er das gemacht hat. Vielleicht hat er die Nummer vor den Produzenten abgezogen und die wollten ihn dafür vom Fleck weg haben.
Don Johnson hat's aber rausgerissen. Der war irgendwie nur cool (aber auch nur das).
Klasse, wenn man das nach Jahrzehnten noch von einem Kindheitshelden behaupten kann.
Aber die allergeilsten (sorry Martha) kamen schon Jahre zuvor... und zwar aus England.
Die zwei hießen Bodie und Doyle und waren angeheuert beim CI 5. Genau, den gibt's ja gar nicht, hör ich euch rufen. JAAAAA ihr habt recht, is aber wurscht. Die Profis!



Wenn man sich die Bilder mal anschaut, sieht man vor allem bei Bodie (dem ohne Locken), dass der Mann sein Hemd ausfüllt.
Jawoll. Der hatte sich auch in echt beim Royal Air Service (Englands GSG 9) beworben und die ganzen Prüfungen bestanden, wurde aber nicht genommen, weil ihn ja jeder kennt (Die Jungs von der GSG 9 rennen ja auch immer in den lustigen Masken rum) und er somit selbst am meisten gefährdet wäre. Aaaaaaber ich drifte ab.
Für eine Serie die in den Siebzigern gedreht wurde, war sie auch recht heftig.
Beispiel: Bodie rennt einem Mann in einem Hauseingang hinterher, fällt zurück, zieht seine Waffe und ballert ihm erstmal drei Kugeln hinterher. Dann schreit er "Polizei, stehenbeleiben!" Das sind noch richtige Männer. Gleichzeitig lief SOKO 5113 an. Deutsche Krimiserie.
Da lief das anders.
Ein übergewichtiger Mann rennt hinter einem anderem Mann her. Der Verfolger ist offensichtlich Polizist.
"Bleiben sie stehen! Sie sind festgenommen. Stehenbleiben, oder ich schieße." keucht er. Dann bleibt er stehen und presst sich die Hand in die Rippen.: Seitenstechen. "Verdammt!" meint er noch.
Eine Dialogzeile der Profis will ich hier nicht vorenthalten:
"Mr. Bodie, wieviele Menschen haben sie getötet?"
"Kann ich nicht genau sagen, euer Ehren."
"Warum nicht?"
"Naja, wenn man eine Granate wirft, da weiß man nicht so genau wen's dann alles erwischt."
Ok ok... die Serie war politisch vollkommen unkorrekt, sexistisch und unrealistisch. Aber sie hat Spaß gemacht.
Ich hab wieder dan Faden verloren.

Ah...Airwolf!



Ich hab's nie verstanden, was an diesem Hubschrauber so toll war und warum nur dieser Huckleberry Hawke das Ding gescheit fliegen konnte. (Vielleicht kann Mick da aushelfen)
Im Vorbeiflug klang er jedenfalls wie ein brennendes Ferkel.
Unverständnis auch bei den Plots. Da wird hier mal Geheimmaterial geklaut und da ein Hubschrauber Prototyp entführt, aber das kennt man ja.
Und woher? Aus Knight Rider.



Genau, der David und sein Auto ("KITT, Superpursiut Mode!", "KITT, folge dem Wagen!" KITT, koch Kaffee!", "KITT, gib Kitt!").
Ein Trans Am als Vehikel und Lady Lockenlicht, David Hasselhoff als Fahrer (der manchmal nicht mal das durfte).
Aber es war unterhaltsam, zugegeben.
Da gab's noch so'n Ding, das hieß Street Hawk. Das selbe in grün, nur auf'm Motorrad, deshalb lass ich's mal lustig untern Tisch fallen, da liegt ja sowieso schon das A-Team, das passt.

Was diese Serien alle gemeinsam hatten, war, dass sie in L.A. oder in der Wüste ausserhalb spielten. Was nach kurzer Überlegung dafür steht, dass sie eher billig produziert waren.
Die Drehbuchmenschen haben sicher auch nicht viel verdient und lieber ihre guten Ideen für was anderes verbraten.
Was das war?
Jahre später sicherlich CSI, 24, CIS? Die Liste ist lang.
Wie gesagt, viele von den Jungs die Airwolf, Magnum und all den anderen Kram geschrieben haben sind noch im Geschäft und schreiben heute noch.
Die Guten für eben jene eben genannten Serien, die Bösen hat Lady Lockenlicht mitgenommen und die müssen sich jetzt um Baywatch den Kopf zerbrechen.



Wo ich natürlich auch noch das eine oder andere Wörtchen zu sagen hab.
WARUM sehen die Kerle darin aus wie Conan der Barbar der gerade vom Boyband Training kommt, und WARUM sehen die Mädels wie geklonte Göttinnen aus?
Ok... zumindest bei den Mädels ist nicht alles echt.
"Ah... du siehst toll aus, kannst sprechen und laufen! Du hast die Rolle!.... Was? Die Titten sind echt? Ja, dann tut's mir leid. Sprich doch mal bei Emergency Room vor."
Das Schlimmste, was man einem richtigen Rettungsschwimmer sagen kann ist Folgendes:
"Du verdammter Hasselhoff!"
Das bedeutet soviel wie: "Du siehst scheiße aus und kannst nicht schwimmen!"
Schwimmen, ich meine so richtig, konnte da eh nur einer und das war der nicht ganz so hübsche Typ mit der Stirnglatze. Der hatte wirklich was aufm Kasten.
Ist auch der Einzige den man aus Hubschraubern, von Booten usw. ins Wasser hechten sieht. ...schaut mal im Intro.

All das ist natürlich vollkommen spekulativ und subjektiv und vorneweg noch drei andere Wörter die mit ...iv enden.

So sieht's aus, Herrschaften.

Freitag, August 25, 2006

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Robin war'n Arsch



...ich hab's immer gewusst.

Morgen wieder Klapsenschaffner mit mehr Text, versprochen!
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Der falsche Moment



Für den Fall, dass ihr's noch nicht kennt!
Hab's vom Supermark! Rock on Supermark^^!
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Total Link

Es macht mich ja fast betroffen, wieviele Leute mich ganz lieb verlinkt haben, ohne dass ich Eumel was davon mitgekriegt hab.
Hier ein liebes DANKESCHÖÖÖÖÖÖN.. fühlt euch gelinkt!


So sieht's aus, Herrschaften!
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Atemnot


Das Hagakure, der Leitfaden des anständigen Samurai, besagt:

"Der wahre Samurai darf nur 7 Atemzüge nutzen, um eine Entscheidung zu fällen."

...ich wär schon lange erstickt!

Donnerstag, August 24, 2006

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Schaffnerträume

Wovon träumt der Klapsenschaffner eigentlich?
Fällt im Normalfall unter die Themen die keine Sau interessieren... trotzdem will ich sie euch nicht vorenthalten. (Schon allein, weil im Websiteintrotext genau davon die Rede ist.

Der Klapsenschaffner träumt zum Beispiel davon mit seiner Liebsten in Venedig über den Markusplatz zu tanzen und leise "ChimChimCherie" aus Mary Poppins zu singen.

Er träumt fernerhin von einem umtosten Leuchtturm in dem man entweder den Urlaub machen oder das ganze Jahr über wohnen kann.

Außerdem wäre Zeit und ein freier Schädel zum schreiben toll und weniger Faulheit wenn's eben ums Schreiben geht.

....diese und noch gaaaaanz viele mehr die, an anderer Stelle (vielleicht in einer nächtlichen Küche) erörtert werden sollen.

PS... wünscht er sich (frei nach dem Herrn Nuhr), dass gewisse Personen, wenn sie keine Ahnung haben, zum Thema Faulheit einfach mal die Fresse halten. ;-)
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Regentaglied

Ich bin gestern mal wieder über "Madman Across the Water" von einem jungen Elton John gestolpert.
DAS Regentaglied!

"Once a fool had a good part in a play.
If it's so, would I still be here today?
It's quite peculiar in a funny sort of way.
They think it's very funny... everything I say.

Get a load of him... he's so insane.
You better get your coat, dear.
It looks like rain."

Ach, was fühl ich mich heute so erwischt!... auch noch vom Elton. ...Scheiße.

Montag, August 21, 2006

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Zeckenalarm!

Ein Dialog vom Wochenende:

"Is das ne Zecke, oder meine Brustwarze?" sagt er und versucht in seinen eigenen Ausschnitt zu peilen.

"Egal, mach's halt weg!"

Donnerstag, August 17, 2006

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Ich bin spät!

Eigentlich wäre der Post für den 5.8. fällig gewesen, aber ich hab's mal wieder verpeilt.
Mit Daten bin ich nicht so gut.
Vor drei Jahren, an eben diesem Tag habe ich eine liebe Freundin verloren.
Ich schrieb daraufhin einen Nachruf, der, zu lang für eine Zeitung, nur auf einer Internetseite zu finden war.
Nämlich auf rohality.


Ich wollte einen neuen schreiben, habe aber gemerkt, dass es nicht besser wird als vor drei Jahren.
Nun kann ich nur demütigst um euer "Gehör" bitten, denn endlich habe ich die Möglichkeit den Text auf meiner eigenen Seite zu veröffentlichen, da wo er hingehört.





"Möchten sie unser Prinz sein?"
Das waren die ersten Worte die Andrea Bukow an unserem gemeinsamen Arbeitsplatz an mich richtete.
Natürlich wusste ich damit überhaupt nichts anzufangen. Dann eröffnete mir die ca. 45 Jährige mit den kurzen Platinblonden Haaren (inklusive einer lustigen langen Strähne, die über das linke Auge fiel), dass sie einen Prinzen für eine Theater und Musical Gruppe (Assenheim, wenn das jemand kennt) suchen würde und ob ich denn keine Lust hätte.
"Ich muss singen?" wollte ich wissen.
"Ja."
"Dann laufen euch alle weg!"
Somit war der erste Schritt auf dem Weg in eine äußerst ungewöhnliche Freundschaft getan.
Andrea hat einen Mann und drei Kinder, alles Söhne. DerJüngste ist 14, der Älteste 25.

Jetzt fragt ihr euch sicherlich, warum ich das erzähle.

Andrea ist am Montag dem 04.08. 2003 gestorben.
Kein Unfall, keine Gewalt.
Magenkrebs.

Wer mehr wissen möchte, der mag weiterlesen, denn ich würde gerne noch ein wenig über sie berichten. Erzählen wer meine Freundin Andrea, die weise Frau war... für mich war.

Einige kurze magische, im Rückblick oft traurige Momente:

Man stelle sich einen brechend vollen, Irish Pub vor (in diesem speziellen Fall: das unsägliche Green Island in Bad Nauheim). Viel Holz, viele Kleeblätter und eine Fensterfront mit grünen Metallrahmen.
Im hinteren Teil eine recht große Frau mit oben beschriebener Frisur in Abendgarderobe und einem Mikro. Als Begleitung ein Akustik-Gitarrist.
Sie arbeiten ihre bekannte Setlist ab bis zur Zugabe.
Mit dieser überrascht sie dann alle, vor allem mich.
Herbert Grönemeyers "Halt mich". Unglaublich.
Mit großen Augen, wie ein kleiner Junge vorm Weihnachtsbaum saß ich da... Ich war nicht der einzige der so da saß.


Sie war diejenige die mich damals meiner (jetzt Ex-)Freundin vorstellte. In einem Friedberger Café sagte ich ihr, dass wir zusammen nach Hanau ziehen würden.
Andrea freute sich und erzählte mir begeistert von ihren ersten Erfahrungen mit dem Zusammenziehen, die allerdings schon etwas angestaubt waren.
Als wir uns verabschiedeten drehte sich sich noch einmal um und sagte:
"Weißt du, ich hatte gehofft wir zwei hätten mehr Zeit." , dann stieg sie in ihren alten Mercedes.
Viel Zeit hatten wir nicht mehr.


Dann kamen die OP's. Magenkrebs hieß es. Ich hatte keine Ahnung, was das bedeutet und habe mich (mit Halbwissen aus dem Internet) schlau gemacht.
Auf eine OP folgte die nächste und es hieß, sie dürfe keine Besucher empfangen. Doch irgendwann wurde das Verbot aufgehoben und ich sammelte all meinen Mut, mich der Krankenhaus Atmosphäre auszusetzen.
Im Bus, mit einem Strauß Blumen in der Hand übelegte ich, wie ich reagieren sollte, wenn sie mit Schläuchen übersät oder ähnlich malträtiert ans Bett gefesselt vor mir läge.
Ich kam zu dem Schluss, dass egal welches Bild sich mir bieten mochte, lächeln das Beste sei.
Ich wollte wie immer meine kleinen Witze reißen und ihr die Texte die ich während ihrem Krankenhausaufenthalt geschrieben hatte zum lesen geben.
An der Tür zu ihrem Zimmer machte ich mich aufs schlimmste gefasst und trat zögerlich ein.
Sie sah gut aus.
Ich musste mir also keine Mühe geben irgendwelche Kabel oder Schläuche zu ignorieren.
Wir plauderten eine Stunde und die Zeit verflog als seien die Minuten nur Sekunden.
Als es Zeit war zu gehen, stand ich auf, umarmte sie in ihrem Bett und versprach anzurufen.
An der Tür sagte ich noch einmal die berühmte Floskel auf:
"Hey... Alles wird gut!"
Ihre Augen leuchteten als sie antwortete: "ICH weiß!"


Nach einer weiteren Reha wurde sie als geheilt entlassen und wir trafen uns wieder in dem Café. Sie hatte abgenommen und trug einen kleinen, dunklen Strohhut, da die Chemotherapie und die Bestrahlung ihre Spuren hinterlassen hatten.
Doch all das war sofort vergessen als sie mir von IHRER Welt erzählte. Will meinen: Wie sie die Dinge sieht, die Welt erlebt und wahrnimmt.
Das war der Moment wo sie mir erzählte, dass es erst zwei krebsbedingt Magenamputierte Menschen in Deutschlang gäbe. Der erste läge im Sterben, der zweite sei sie.
Und mit dem Sterben hätte sie es nicht so eilig.
Was sie allerdings bemängelte war, dass es keinerlei Ratgeber oder Ähnliches gäbe, wie man denn nun ohne einen Magen leben könne.
Sie schlug mir vor ein Buch zu schreiben. Sie wollte die Fakten beisteuern und ich solle die ganze Sache in eine interessante und leicht verdauliche Form bringen.
Wir saßen den ganzen Nachmittag unter einem Baum auf einer Wiese in Friedberg und ich machte Notizen für ein Buch das nie erscheinen würde.
Ich greife mal vor: Die Tatsache, dass ich das Buch nicht schreibe erfüllt diejenigen denen ich davon erzählt habe meistens mit Entrüstung. "Das kannste doch nicht machen!" oder "Das biste ihr schuldig!" sind die häufigsten Ausrufe. Vielleicht denkt der eine oder andere von euch genauso.
Deswegen hier meine Antwort:
Ich habe sie in einem der letzten Telefonate gefragt ob sie möchte, dass ich das Buch zu schreiben versuche.
Sie sagte:
"Nein, ich will nicht Schuld an einem traurigen Buch sein und auch nicht als Magenkrebspatient NR. 2 in Erinnerung bleiben. Ich bin Andrea... das reicht finde ich."


Dann bekam ich einen Anruf. Meine Exfreundin, war am anderen Ende der Leitung und sagte mit zitternder Stimme:
"Die Andrea liegt im Krankenhaus und es geht ihr wirklich schlecht. Geh mal hin, ist vielleicht die letzte Möglichkeit."
Dann legten wir auf, es gab keinen Smalltalk mehr auszutauschen.
Ich saß noch zehn Minuten an meinem Schreibtisch und starrte auf das gegenüberliegende Hausdach.
Dann suchte ich die Nummer von dem Krankenhaus in dem sie lag.
Drei Tage später saß ich wieder in einem Bus. Diesmal nicht mit einem Strauß Blumen.
Ich war einzig und allein mit einer tiefroten Rose bewaffnet.
Im Schwesternzimmer fragte ich nach dem Zimmer in dem meine Freundin untergebracht sei und nach einer kleinen Vase.
Es dauerte zwanzig Minuten, dann wurde ich vorgelassen.
Ein Einzelbett-Zimmer, ein großes Fenster mit Blick auf den Wald und eine unglaubliche Menge an Blumen. Dieses Bild bot sich mir.
Andrea lag auf ihrem Bett, eingepackt in einen flauschigen Schlafanzug begrüßte sie mich.
Ein Lächeln huschte über die eingefallenen Wangen und die Augen blitzten kurz auf hinter ihrer Brille, die nun viel zu groß wirkte.
"DU bist da." sagte sie leise.
Ich nickte, mehr war in diesem Moment nicht drinn.
Es wurde noch ein wenig lockerer.
Sie erzählte mir von den Baumwipfeln in denen sie bei leichtem Wind und ein wenig Konzentration Gesichter sehen könne. (Es funktioniert, ich hab's auch probiert)
Dann wollte sie wissen, was mein Vampir Roman denn mache mit dem ich doch schon halb fertig sei.
"Der liegt auf Eis." sagte ich. "Ich arbeite an etwas größerem, ganz tollem, das aber zu lange dauern würde es zu erklären."
"Was ist, wenn ich's wissen will?" fragte sie.
"Dann erzähl ichs Dir."
Sie nickte und ich erzählte ihr alles von der neuen Story. Alle Geheimnisse, alle Storylines Charaktere und Wendungen der Geschichte wollte sie erfahren.
Als ich geendet hatte, lächelte sie.
"Das machst du aber fertig, oder?"
Ich nickte.
"Versprichs mir, das und die Vampirgeschichte."
Ich versprach es.
Wiedermal war es an der Zeit zu gehen.
Sie kam noch einmal auf die Geschichten zu sprechen und schien noch etwas anderes loswerden zu wollen.
"Hör zu, du musst tun was du am besten kannst mit der dir gegebenen Zeit. Du weißt nie wann sie abläuft."
Ich verabschiedete mich, umarmte sie und ging.
Draußen stand ich noch beinahe eine Minute mit der Türklinke in der Hand.
Ich konnte nicht loslassen.


Kurz darauf wurde sie von ihrer Familie nach Hause geholt. Andrea wollte nicht in einem Krankenhaus ihren letzten Weg antreten.
Als sie zu Hause war, rief ich sie an.
Sie war guter Dinge und fühlte sich eigentlich pudelwohl. Das lag aber an der Morphiumdosis die zu diesem Zeitpunkt schon sehr hoch war.
Die Familie umsorgte sie und sie hatte jeden Tag, an dem sie sich gut fühlte, Besuch.
Wir sprachen darüber, wie es die Familie aufnehmen würde und wie sie reagieren.
"Die sind klasse, gaaaaaanz lieb. Alle meine Männer." lachte sie.
Sie merkte, dass ich noch etwas auf dem Herzen hatte und fragte danach.
Nach einigem herumdrucksen rückte ich dann mit der Sprache heraus. (Auch, wenn es mir unglaublich egoistisch vorkam)
"Ich hab' noch so viele Fragen an die weise Frau, was soll ich machen, denn im Moment fallen sie mir nicht ein."
Dann lachte sie wieder.
"Wenn sie dir einfallen, dann schreib sie auf. Ich finde schon einen Weg sie dir zu beantworten."
...Das werde ich tun, versprochen.


Dies war das erste Telefonat nach ihrer Entlassung. Wir sollten noch zweimal telefonieren.
Das zweite mal musste ich sechsmal anrufen, bis sie Zeit für mich hatte.
Andrea entschuldigte sich, dass sie mich so oft abwimmeln musste.
Daraufhin versuchte ich ihr zu erklären, dass ich verstünde, dass Familie und Verwandschaft wichtiger sei.
Dabei blieb es dann. Wir plauderten noch einen Moment und versprachen einander wieder zu telefonieren.
Eine Woche verging, bis sich Andrea meldete.
"Ich hab lange über das nachgedacht, was du gesagt hast, dass Familie wichtiger sei und so weiter."
Wieder versuchte ich ihr zu erklären, dass ich das auch so empfinde.
Nach einer Weile wurde das Gespräch entspannter und wir lachten sogar ein paar mal.
Wieder war es Zeit zum auflegen.
Nach dem obligatorischen Abschied räsuperte sie sich noch einmal.
"Ja?" fragte ich.
"Du BIST wichtig!"
Dann legten wir auf.
Das waren ihre letzten Worte für mich.

Jetzt ist sie nicht mehr da und sie fehlt mir.


All diese Momente, so seltsam sie auch anmuten mögen, entsprechen der Wahrheit und unterstreichen nur, wie einzigartig dieser Mensch war.
Es waren nur leuchtende kleine Augenblicke, herausgepickt aus einem wundervollen Ganzen.

Bevor dieser ganze Nachruf ausufert, verabschiede ich mich.




Ich möchte mich, hier mehr denn je, für eure Zeit bedanken.

Donnerstag, August 10, 2006

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Follow the Leaser



...ok

Schon oft auf anderen Seiten gesehen.
Aber es ist so genial!

Unter anderem auf dem genialsten Blog der westlichen Hemisphäre!!!!
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Der Herr der dummen Fragen


Sitting in the morning sun,
I'll be sitting when the evening comes.
Watching the Ships roll in,
and I'll watch'em roll away again...
-Otis "Otze" Redding


Schön wär's! Die Wahrheit sieht anders aus.

Patienten rauschen an mir vorbei wie ein ewiger Strom... ab und an kommt einer rein und fragt etwas.
Hier die besten, drei mal von derselben Person gestellten, Fragen und die Antworten die sie nach dem dritten mal verdient hätten:


"Ach guten Morgen, sind sie der Zivi oder der Pfleger?" - "Nein, ich bin der Oberarzt. Das erkennt man an meiner modischen Jeans. Wurde ihnen gesagt, dass sie das falsche Medikament nehmen?"

"Haben sie Ansichtskarten der Klinik?" - "Sind sie des Wahnsinns? Wir sind hier Teil eines Kronzeugenschutzprogramms gegen die Mafia, da gibt's keine Ansichtskarten von!"

"Darf ich bei ihnen eine Beschwerde vorbringen?" - "Moment, ich hole eben schnell die Flinte."

"Warum ist der Herr von der Aufnahme nicht an seinem Platz?" - "Weil er gerade in der nahen Synagoge eine rituelle Beschneidung zelebriert. Er ist nämlich auch unser Kliniks Rabbi, müssen sie wissen."

"Wo ist mein Zimmernachbar?" (ohne Angabe wer dieser Zimmernachbar ist) - "Auf dem Shuttledeck. Aber keine Angst, Captain Kirk und der Rabbi sind bei ihm."

"Warum sind meine pinken pillen plötzlich blau?" - "Sie haben beim Medikamenten Roulette das große Los gezogen!"

"Haben sie was zu lesen? Am liebsten die Sportbild!" - "Leider nicht, aber der Mann aus der Aufnahme, unser Halbtags-Rabbi liest bestimmt gern für sie aus der Tora."

"Ist das der Nachbarshund der da bellt?" - "Ja, aber der macht sich nur warm. Später singt er sicher wieder den kompletten Rigoletto."

"Wann sind sie denn wieder da?" - "Mal schauen... heute back ich, morgen brau ich... übermorgen sieht gut aus."

"Haben sie die Haushandwerker gesehen?" - "Nein, aber die beiden neigen zu romantischem Lustwandeln im Park. Wenn sie sich beeilen treffen sie die zwei sicher eng umschlungen auf einer Parkbank."

"Was wird in meinem Arztbrief stehen?" - "Ich hab natürlich schon einen Blick reingeworfen. Stehen viele Fremdwörter drin, die ich nicht verstanden habe... was bedeutet 'grenzdebile Kackbratze'?"

"Habt ihr hier eigentlich keine Putzfrauen?" - "Nein, wir haben sie ausgetauscht gegen selbstreinigenden Teppichboden. Aber auch der braucht mal einen freien Tag."

"Tut ihr hier was in den Kaffee, dass die Leute so ruhig sind?" - "Ja... das Mittel heißt Crack und es hat keinerlei Nebenwirkungen."


Das ist die Ausbeute von zwei Wochen.

Manchmal würde ich lieber den Schiffen vom Anfang des Posts zugucken.


So sieht's aus, Herrschaften!

Dienstag, August 08, 2006

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Captain Antriebslos

Ja, momentan ist nicht so irre viel los hier.
Meine Muse, die alte Sau, kommt auch nicht mehr vorbei.
Anscheinend isse jetzt in der Gewerkschaft. Da wird unversehens mal Pause gemacht oder gestreikt.
Muss mich wohl nach ner anderen Muse umsehen... ner freischaffenden.
Ui... das klang wieder verfänglich.
Ach, egal Hauptsache es wird wieder musiziert.

Jetzt könnte man fast meinen, ich tituliere hier die mir bekannte und nahestehende Damenwelt als Muse.
Dem ist aber nicht so, denn da wären die ja beleidigt. Will ja keiner.
Nene... ich meine das ätherische Wesen, das zum Künstler herabsteigt und ihm links und rechts ne Eingebung verpasst, die sich gewaschen hat.

Dann könnte ich die wildesten, lustigsten und geistvollsten Sachen vom Stapel lassen. Bestimmt!

Wenn sich da bitte ne Muse (ob ätherisch oder nicht) melden würde, das wär nett!

Sonntag, August 06, 2006

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Dschieses in the Rain

Vor gefühlten hundert Jahren war ich in DEM Frankfurter Comicladen angestellt. Mit meinem Kollegen Meikel den man, ob seiner Haar- und Bartpracht gern "Dschieses" nannte, erlebte ich einige der verrücktesten Tage meines Arbeitslebens. Doch dies soll an anderer Stelle erzählt werden.

Eines Tages zog ein Unwetter über Frankfurt hinweg und ließ es, wie uns schien, auf der Höhe des Comicladens mal so richtig krachen.
Unglaubliche Ströme von Regenwasser ergossen sich in die Kanalisation, die binnen 20 Minuten die sprichwörtliche Grätsche machte.
Kein Kunde drängte mehr in den Laden und Fußgänger sah man nur vereinzelt, schnellen Schrittes vor der alles durchdringenden Nässe Schutz suchen.
So standen wir da, der Dschieses und ich. Im Schaufenster des Comicladens und betrachteten wie draußen die Welt vorbeischwamm... und der Teppichhändler nebenan wild fluchend seine Ware sicherte.
Der wurde aber irgendwann langweilig und wir konzentrierten uns wieder auf die Straße.
Die Autos schienen von einer Flut die Berliner Straße hinab, und auf ein geheimnisvolles gemeinsames Ziel zu, getrieben zu werden.
"Wo die wohl alle hinwollen?" sinnierte ich gedankenverloren.
Dschieses überlegte kurz.
"Nach Bockenheim... da paaren sie sich und da sind dann auch gleich die Laichplätze."
"Ah... da kommen also die Smarts her!"
Er nickte.


So sieht's aus Herrschaften!

Samstag, August 05, 2006

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Ein Stöckchen aus München


Warum bloggst Du?


Weil ich mal einen gaaaaaaaanz üblen Blog gelesen habe und einen unglaublich genialen. Das gab ein negativ und ein positiv Ziel vor.

Der geniale war Das kleine Muc ..... was der andere Blog war? Wär gemein das zu verraten.

Seit wann bloggst Du?


Im Märzen des Jahres 2006, just 2 Tage nachdem ich über das Muc gestolpert bin, das ich mich immer noch nicht getraut hab zu verlinken.


Selbstportrait:

Sobald ich da irgendwas schlüssiges rausgefunden habe, liefere ich’s nach!

Warum lesen Leute Deinen Blog?

Diejenigen die mich kennen, aus eben diesem Grund... die anderen. Ja, die Anderen seien hiermit gefragt: Warum seid ihr eigentlich hier?


Welches war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?

“wie groß werden Zwergschweine“... kein Witz


Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

Wo sind die Nächte

Ok... er hatte 25 Kommentare. Aber trotzdem ist mir die Thematik lange nicht aus dem Kopf gegangen.

Dein aktuelles Lieblingsblog?
Ich hab ne top 3!

Das kleine Muc

Stilvoll altern

Die Welt ist böse



Welches Blog hast Du zuletzt gelesen?

Die Welt ist böse

Wie viele Feeds hast Du gerade abonniert?

Ich treibe mich immer höchstpersönlich auf den Seiten herum.

An welche vier Blogger gibst Du das Stöckchen weiter und warum?

Es gibt da so einige, aber deren Seite ist nicht auf so was Textlastiges ausgelegt, also:

Stilvoll altern : Weil der Mann einen so genialen Blog am Start hat

lemondash : Weil der Lemondash niiiieee genug bloggt!

Dailyleif : Weil der Leif mit seiner letzten der Frage nach den Gaming Moments so ne Lawine losgetreten hat

Scheibster : Weil der Scheibster... weil er... weil... weil....... Ach was weiß ich!


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