Sonntag, Dezember 31, 2006

generiert von Sloganizer

Das Jahr in Worten...

Angefangen hat’s mit einer neuen Wohnung (ai Funghi) in der ich glücklich werden wollte.

Aufhören tut’s mit einer anderen neuen Wohnung wo die Chancen auf glücklich werden hoffentlich besser stehen.

Irgendwann in der ersten Jahreshälfte fand ich den Blog vom Herrn Siegismund und wollte so was auch machen.

Dann hab ich’s gemacht und habe auf diesem Weg die Eine oder den Anderen kennen gelernt und bin da sehr dankbar für.

Unterdessen war ich immer mal wieder in der gewohnten Klapse am arbeiten und habe auch da den Einen oder die Andere liebgewonnen.

Ein Todesfall kam und er ging an mir relativ unbeschadet vorüber, da ich nicht allein gelassen wurde.

Danke an dieser Stelle.

Zwei die irgendwie immer da waren sind nun geografisch so unglaublich weit weg, dass ich mich schäme, mich so wenig gemeldet zu haben.

Jay in Peking.... „Du fehlst, wie so oft gesagt. Aber es ist wahr und ich vermisse Dich. Es wäre einfacher Dir zu folgen, wenn Du das Passwort für Deinen Blog nicht vergessen hättest. Du Rindvieh. Komm zurück!!!!!!“

Dennis in Perth… „Wenn du mal nichts Kluges tun kannst, dann tu das Richtige! Und das hast Du gemacht. Du bist der Geilste!“

Gegen Ende kam der Umzug und mit ihm die fantastischsten Nachbarn die es gibt... und ich meine nicht die stille alte Dame in der Wohnung neben mir.

Ich bin seltsamerweise konstant verliebt und langsam wundert mich das nicht mal mehr.

Und wie immer habe ich Dinge gelernt, die ich schon lange wissen müsste.

Ich möchte mich bei denen bedanken die mir das Jahr schöner, erträglicher, aufregender, besser, offener, bunter und wärmer gestaltet haben.... ich beende das alte Jahr mit euch und lasse euch auch im nächsten nicht los.

So sieht’s aus, Herrschaften!

Donnerstag, Dezember 28, 2006

generiert von Sloganizer

Der doppelte Doc

Jetzt, wo wir wissen, dass das Christkind keine Gefangenen macht, wenn's um Unterhaltung geht, fürchte ich um Doc Schneider.

Der Mann strahlt einem doch von überall her entgegen.

Nicht nur, dass er tagtäglich in der Klinik seinem Tagwerk nachgeht und abends dann abrockt wie ein Wilder... Neineinein... Jetzt hab ich ihn schon im Internet gesehen (Ja, ihr auch, ich weiß. Ich meine das aber anders)

Da öffne ich die T-Online Startseite (...diese Verbrecher!) und wer lächelt mich mit einem Serviceangebot für Webseiten frech an?

Der Doc!

Erst dachte ich, ich müsste mal über Psychopharmaka nachdenken, aber dann kam mir diese völligst abstruse und abseitige Theorie von wegen Doppelgänger vom Doc... ein Dockelgänger sozusagen, die trotz allen Wirren seeeehr glaubwürdig scheint.

Und die geht so:

Es waren Zwillinge! Wer hätte das gedacht?

In dem Krankenhaus wo der Doc zur Welt kam, gab's einen Hausmeister. Dieser Hausmeister war seiner Zeit schon derart weit voraus, dass er in seinem Keller eine Anlage aus alten Schläuchen, Hebeln, Relais, einem kaputten Kühlschrank und drei Büchsen Faxe Pils gebastelt hatte die heute noch ihresgleichen sucht.

Mit diesem Ding konnte man Sachen duplizieren (an das Wort Klonen hat damals noch kein Aas gedacht). Das probierte er mit allem Möglichen. Wenn er mal nur ein Brötchen dabei hatte, dann machte er eben zwei draus.

Es klappte auch ganz klasse mit dem Pudel seiner Frau.

Der Knaller ist: Keiner hat gemerkt was der Mann da im Keller getrieben hat. Die Jungs aus Roslin die das Schaf Dolly geklont haben, die hätten noch was von unserem Hausmeister lernen können.

Jedenfalls hat er die Schote irgendwann mal besoffen am Stammtisch erzählt und einem der Mitstammtischler einen Floh ins Ohr und einen Samen ins geschundene Hirn, gesetzt.

Denn dieser Mann, ein Bauer wie er im Buche steht, hatte keine Nachkommen und somit keine billige Arbeitskraft für die Feldarbeit.

Nach einigen Wochen trat er mit einer großen Bitte an den Hausmeister heran.

Dieser überlegte kurz und mopste eine winzige Blutprobe von unserem Doc. Der erste Klonvorgang lief relativ unspektakulär ab. Nach drei Wochen lag dann der kleine Doc2 in einem zur Wiege umfunktionierten Ofen und harrte der Dinge die da (in Form eines leicht debilen Bauernpaares) kommen sollten.

Die freuten sich.

"Der wird abber noch gröößä, gelle?", war der einzige Ausruf des Bauern der eher mit Verwirrung, denn mit Freude zu begründen war.

"Na klar!", entgegnete der unwissende Hausmeister und hoffte, dass er recht behalten würde.

So nahmen die Bauern den Klon vom Doc mit auf ihren Hof im tiefsten Hessen.

Da musste die arme kleine Sau malochen und hat sich mit fortschreitendem Alter immer wieder gefragt, warum er soviel in der Birne hat, wo doch die Bauersfamilie im Grunde genommen ziemliche Deppen waren.

Der andere Zwilling, ist wie ein normaler Junge großgezogen worden, lernte irgendwann Gitarre spielen und wuchs zu dem Arzt heran den wir kennen.

Sein Dockelgänger allerdings wurde immer frustrierter.

Irgendwann sagte aber sein bäuerlicher Vater zu ihm:

"Bub, du gehst uff die vierzisch! Wird Zeit dassmer hier so bissi Ahschluss an die Welt kriesche."

Doc2 nickte.

"Und was meinst du damit, werter Vater?"

"Mir brauche TELLEFOHN! Dassde net immer mit de bleede Nachbarsmädscher rummache musst. Mit TELLEFOHN steht dir die Welt offe!"

"Aha."

So kam es dass der Bauer seinen geklonten Sohn auf Karl dem greisen Ackergaul in die nächste Stadt schickte.

"Wohin soll ich mich wenden, werter Vater?", fragte er als er vom Hof ritt.

"Ei zu de Tellekomm!"

Zwei Tage und Nächte auf dem Rücken des Pferdes später traf Doc2 in der großen Stadt ein.

"Haltet ein guter Wachtmeister!", rief er einem Hilfpolizisten entgegen.

"Ja?"

"Wo finde ich in dieser schönen Stadt die Tellekomm?"

"Da vorne links, Junge...und bind den Gaul gut fest."

Doc2 nickte.

"So werde ich es tun, Herr Wachtmeister. Habt dank!"

Endlich im T-Punkt stand er da. Schmutzverkrustete Gummistiefel eine Latzhose die ihm zu klein wurde, den grobmaschigen Ringelpullover am Körper und ein freudiges Lächeln im Gesicht.

"Was...äh... was kann ich für sie tun."

"Oh... mein werter Vater sendet mich mit der bitte um ein TELLEFOHN.", strahlte Doc2.

"Ja, da haben wir folgende Modelle..."

Das Verkaufsgespräch sparen wir uns mal. Jedenfalls lief es darauf hinaus, dass ein findiger Telekom Angestellter die famose Idee hatte mit dem Doc2 Werbung zu machen.

Dies hatte folgende Gründe:

Auf die Frage, warum er dauernd so lächle, antwortete Doc2: "Nun, ich bin guter Dinge und hoffe auf die Verbindung mit der Welt!"

Der Telekommunist wollte auch wissen, warum er so seltsam spräche. Daraufhin erklärte er, dass er das Lesen von einem slawischen Rohrdommelwilderer unter zu Hilfe nahme der Anleitung eines Wasserkochers erlernt habe und dann alle Bücher las, die ihm in die Finger kamen. Das waren alte Schinken von vor dem 1. Weltkrieg. Später bekam er dann auch Orwels "Animal Farm" in die Finger und ärgerte sich, weil ihm die Idee mit der Farm und den Tieren auch schon im Traume erschien, aber dieser verdammte Orwel schneller war.

All das und noch einiges mehr überzeugte einen Telekomiker nach dem anderen. Sie wollten diesen Jungen Mann als neues Gesicht ihres Internetauftrittes haben.

...und so kommt es, dass mich Doc Schneider von der Website der Telekom aus freudig anlächelt.

Der Doc erzählt natürlich ne ganz andere Geschichte. Aber hey! Wem glaubt ihr? Dem Doc, oder mir?

Wie gesagt, sollte er aber schön vorsichtig sein mit der ganzen Aufmerksamkeits Aktion.

Wenn das Christkind das mitbekommt, dann is der Doc auch weg. Abgerippt wie der Godfather of Soul.

Denn, wer schafft das schon:

Tagsüber Doc, nachts Rocker vor dem Herrn und rund um die Uhr Belächler der Telekom Seite?

Genau, deswegen lieber Doc: Pass bloß auf!

So sieht's aus, Herrschaften!

Montag, Dezember 25, 2006

generiert von Sloganizer

Tanzen, bis die Schwarte kracht

Das Christkind war da! Ich weiß nicht was es einem jeden von euch gebracht hat,
MITGENOMMEN hat's jedenfalls den Godfather of Soul!
Ja, das Christkind kommt nicht mehr umsonst.
Es will einen Obulus.
Dieses Jahr hat sich's gedacht:
"Verdammt still zu Hause... was mach ich da?"
Just in diesem Moment kam einer der Erzengel rein und hatte auch gleich die Lösung parat.
"Wie wär's wenn du Jemand richtig cooles mit zurückbringst? Der kann dann hier den ganzen Tag singen und tanzen, dass die Schwarte kracht!"
Das Christkind nickte versonnen.
"Hast du an jemand bestimmten gedacht?"
"Aber na klar!" trumpft der Engel auf, "Der Godfather of Soul, Mr. Sexmachine, Soulbrother Nr. 1... James Brown! Den bring mit und hier tanzt der Bär, mein Lieber. Da brennt hier die Luft!"
"Meinste wirklich?"
"Aber klar!"

Und nun haben wir den Salat.... einen Haufen billiger Geschenke, die kein Aas braucht und James Brown ist auch weg.
Was für ein Jahr....


So sieht's aus, Herrschaften!

Dienstag, Dezember 19, 2006

generiert von Sloganizer

Der Kurze

Sonntag lief ich, mit einer Mandelentzündung von der ich noch nichts ahnte, frierend an einer winzigen Pizzeria vorbei.
Es war bereits dunkel und keiner traute sich, wie es schien, bei klammem Nieselregen vor die Tür.
Autos rauschten dann und wann an mir vorbei und blendeten mich
Ich fühlte mich schrecklich und wollte nur nach Hause.
Doch vor der Pizzeria blieb ich stehen.

Vor der Eingangstreppe stand ein winziger Hund. Pekinesen-Yorkshire-Frühstücksbrötchen Mischung.
Er blickte mich aus großen schwarzen Knopfaugen an und kam, langsam und nass wie der Kleine war, auf mich zu gehumpelt.
Grenzenloses Mitleid beflügelte sich meiner.
"Hey... wer bist du denn?" (Ja... sehr originell, ich weiß)
Er schaute mich neugierig an.
"Du siehst genauso scheiße aus wie ich!" stellte ich dann fest.
Plötzlich festigte sich in mir ein Entschluss.
Ich schaute mich um.
Keiner da!
Dann ging ich in die Pizzeria.
Ein Koch kam aus der Küche.
"Gutten Ahbend!"
"Ja, Hallo... gehört der Kurze zu euch?" sagte ich nett lächelnd und deutete auf den kleinen Hund der mir in die Pizzeria gefolgt war und nun neben mir saß.
"Ja.. der musste mal. Warrum?"
"Mann, ich hätte ihn fast mitgenommen."
Der Koch nickte verständnisvoll.
"Ihr wisst, dass er humpelt?"
"Jaja... er konnte nie rischtisch laufe. Kommte aber zurrechte."
"Dann ist's ja gut."
Ich streichelte den kleinen Kerl nochmal, dann ging ich wieder in den Regen.

Ich hätte ihn wirklich mitgenommen. Ich kann nicht mal so genau sagen, was da in mir vorgegangen ist, aber eines weiß ich mit sicherheit: Niemand sollte allein an einem dunklen Abend im kalten Regen stehen, schon gar nicht wenn's so ein kleines Kerlchen ist, das nicht mal gescheit Laufen kann.

Auf dem Weg nach Hause war mir nicht mehr so kalt wie zuvor.

Freitag, Dezember 15, 2006

generiert von Sloganizer

Rock Doc !!!


Hallo ihr Lieben!

Das hier ist der Doc Schneider.

Der Doc Schneider ist Arzt in der Klapse, wo auch der Klapsenschaffner sein Werk tut, und hat den ganzen Tag mit kranken Menschen zu tun, denen er meistens ganz toll hilft.
Aber nicht abends.
Da wird dem Doc schnell langweilig. Deshalb hat er seine Freunde gefragt, ob die mit ihm Musik machen wollen.
Die fanden die Idee toll und haben mit ihm eine Band gegründet. Die gibt's schon ganz schön lange. Waren ja anfangs auch zwei Bands.
Eine Heavy Band und eine Blues Band. Die sind verschmolzen und spielen jetzt fiesen Rock.
Die Rockoholix heißen sie jetzt und rocken ganz oft total ab.
Das mit dem Abrocken hat den Rockoholix so viel Spaß gemacht, dass sie auch richtig gut geworden sind, im abrocken meine ich.
Die sind so gut, dass sie sogar bei Hessen rockt von der Frankfurter Rundschau und dem HR3 (einem tollen Radiosender wo auch ganz dolle abgerockt wird) mitmachen.
Jetzt sind sie sogar noch ne Runde weitergekommen. Im Voting (wie das jetzt heißt) waren die gaaaaanz vorne dabei.
Da kann man sich bei so reger Beteiligung echt ein Ei drauf backen!
Will sagen: ...Stolz drauf sein.
Das Tollste ist: Wenn die Rockoholix noch weiter kommen, treten die auch noch auf dem Hessentag auf.
(Der Hessentag ist ein Tag an dem sich alle Hessen gegenseitig beglückwünschen und sich drüber freuen Hessen zu sein. Wer sich also da nicht mit dem klassischen "Gude!" begrüßt und stattdessen "Servus!" oder "Tach!" sagt, bekommt sofort einen Bembel auf die Fratze)
Da rocken die dann hoffentlich total ab, machen Karriere und verkaufen gemein viele Platten (CDs heißt das ja jetzt).
Dann reißen sie jeden abend 'ne andere Schnappe auf und werfen Drogen ein als wären's Gummibärchen.
Der Doc müsste das dann zwar besser wissen, aber man kennt das ja mit dem Erfolg und so.
Außerdem wäre dann seine Biografie nicht so der Reißer und ließe sich auch ganz schlecht verkaufen.
In ein paar Jahren dann, wenn sich die Band nach Trennung, Drogen und Weibergeschichten mit anschließendem Skandal wiedervereinigt und eine Rockoholix Weinachts-CD plus Comeback Tour startet, wäre die Legende komplett, der Herr Bon Jovi vom Platz gefegt und von den Stones nur noch ein lebendig mumifizierter Keith Richards übrig der von alleine keine Gitarre mehr halten kann.
Aber jetzt müssen sie erstmal das Ding mit Hessen rockt reißen, dann klappts auch mit den Weibern und den Plattenverträgen.

Klingt komisch, ist aber so.

Mittwoch, Dezember 13, 2006

generiert von Sloganizer

Home of the Marienkäfer

Kurz nach dem spektakulären Einzug in die neue Wohnung, bemerkte ich, dass ich nicht so allein war wie ich zuerst dachte.
Ich glaube zwar nicht, dass das alte, ehemalige Hotel/Krankenhaus von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht wird (Die haben hoffentlich, bei der Komplettrenovierung, entnervt das Weite gesucht), aber man weiß ja nie.


Der Besuch bezieht sich eher auf den mittlerweile 14. Marienkäfer.
Bringt das Glück, soviele Marienkäfer am Start zu haben?
Ich hoffe es mal.
Kann natürlich auch sein, dass meine Wohnung für die kleinen Kerle sowas wie ein Elefantenfriedhof ist, und sie kommen nur um ihren letzten Seufzer zu tun.
Ärgerlich, dass sie dann von mir immer wieder vorsichtig auf's Balkongeländer gesetzt werden.
Verwunderlich ist zum anderen, dass es derart viele sind.
14 in knapp 2 Wochen... treten diese lustigen Käferlein im Rudel auf?
Haben sie plötzlich akuten Größenwahn entwickelt und versuchen noch vor dem Winter gen Süden zu fliegen, und treffen sich in meinen heiligen Hallen zum gemeinsamen Abflug?
Vielleicht startet ja bei mir im Wohnzimmer auch der alljährliche Marienkäfer Stammtisch! Wer kann das schon sagen?

Unheimlich ist es jedenfalls so langsam, aber solange es keine Heuschrecken sind, kann ich's noch ertragen.


So sieht's aus, Herrschaften!

Montag, Dezember 11, 2006

generiert von Sloganizer

König of the Warteschleife

So ein Umzug ist ja bekanntlich ein recht spaßiges Unterfangen... möchte man meinen.

Dies gilt wohl aber nur für Umzüge, die mit gemeinsamer Kraft an einem Wochenende gestemmt werden, und nicht für Umzüge die Etappenweise des Abends, mit den Helfern die gerade Zeit hatten.
Letzterer liegt nun hinter mir.
Vier Nachmittage und Abende lang drückte mir (uns, danke an alle die halfen!!!) die Schlepperei auf’s Gemüt.
Dazu kam noch die spannungserzeugende Komponente des „Kriege ich nun einen Lieferwagen, oder nicht?“
Daddy hatte einen Bekannten gefragt, der wiederum jemanden kennt... lalala... letzten Endes stand irgendwann ein Pole namens Christian, mit einem Lieferwagen mit Anhänger, vor meiner Tür und wir konnten starten.
Ich überspringe gleich mal das Genöhle, wie schwer das alles war und wie nervig.
Was mir nicht bekannt war, war die Tatsache, dass der gute Christian vorher Schotter geladen hatte.
Dementsprechend lustig sehen nun auch Teile meines Mobiliars aus.
Was mir zu diesem Zeitpunkt aber völligst egal war.
Irgendwann kommt eben der Punkt, wo man resigniert und einfach Schadensbegrenzung betreibt.
Aber ich darf mich eigentlich nicht beschweren, die Schäden hielten sich in Grenzen.

Endlich angekommen und eingerichtet, tritt das nächste Problem auf den Plan.
DSL.
Die Telekom macht es einem wirklich einfach sie als Feindbild zu fokussieren.

ICH bin der König der Warteschleife!
In den letzten Tagen telefonierte ich mit 16(!) Telekomangestellten.
Erstes Anliegen: Festnetz Nummer... brauch man ja für DSL, also dachte ich mir, nehm ich die alte mit! Geht bestimmt schneller und so.
Dauerte wirklich auch nur eine Woche.
Dann freute ich mich auf DSL und rief frohen Mutes bei der Hotline an.
Nach 20 Minuten ging da tatsächlich jemand dran.
Und ich sagte zum ersten mal den Text auf, der mir noch so oft über die Lippen kommen sollte.

„Hallo, ich bin der, der DSL zahlt aber umgezogen ist. Könnt ihr mir mal das DSL auch schnell umziehen?... Hab ja schon alles, Geräte, Zugangsdaten und der ganze Krempel.“

„...wie meinen sie das: schnell?“ stutzte die Dame am anderen Ende der Leitung.

„Naja, fix und unkompliziert!“

„Aber natürlich!“

*ALARM* ...erste Lüge!

„Oh... Prima! Wann wird’s geschaltet?“

„Morgen!“

*ALARM* ....zweite Lüge!

„Super!“



Cleveres Kerlchen das ich bin, rief ich noch mal an.
Andere Dame, gleicher Text:

„Jaja, morgen wird das geschaltet!“

„Hahaaaaa, klasse!“


Dann verbrachte ich einen ganzen Tag mit warten auf DSL.... es kam nix.

Abends rief ich noch mal die Hotline an... nach 20 Minuten war ein Mensch dran.

„Ja, ne... wer sagt ihnen denn, dass das heute geschaltet wird?“

„Zwei ihrer Kolleginnen!!!!“

„NENE, das kann wohl nicht sein!“

„Is aber so.... wann wird’s denn nun geschaltet?“

„Ja Montag!“

„WAAAAAAAS????????“

„Kammanixmachendasliegtamsystem!“

Dann ging’s los.
Ich habe mir jeden geben lassen der da was dran ändern könnte... und JEDER hat mir was anderes erzählt.

Ich gebe hier nur das geraffte vorletzte Gespräch wieder. Ich war schon seeeehr genervt und hatte einen Disponenten in der Leitung. Einer der Ahnung haben müsste... einer der andere Leute rumscheucht und einteilt...

„Also, wann krieg ich denn nun DSL?“

„Kann ich ihnen so nicht sagen.“

„Wie können sie’s mir denn sagen.“

„Ja, junger Mann, im System steht, dass es am Montag geschaltet wird. Wir sind vom System abhängig!“

„Ja habt ihr denn das Master Control Programm am Start, das euch kontrolliert und nicht andersrum?“

„Haha... nein, so is das nun wirklich nicht.“

„Dann schalten sie doch mein DSL.“

„Nein, das lässt das Programm nicht zu!“

„Aha... also doch Master Control Programm.“

„öh....“

„Ich hätte gerne mal ihren Chef gesprochen.“

„Das geht nicht!“

„Wieso? Hat das System was dagegen?“

„Nein, der ist nicht da.“

„Ah, dann sind sie der Chef?“

„Nein.“

„Klingt fast so als wüssten sie gar nicht wer ihr Chef ist.“

......... es ging noch ein wenig weiter....


Darauf kam ich auf die Idee noch mal bei der Störungshotline anzurufen.
Letzter Anruf bei der Telekom.

„Hallo, mein Name ist Klapsenschaffner und ich war jetzt 45 Minuten in der dämlichen Warteschleife. Können sie sich vorstellen wie ich drauf bin?“

„Klar... hätte ich auch keine Lust mehr, Herr Klapsenschaffner.“

„Toll, dann verstehen wir uns ja. Also: Ich möchte ausnahmsweise mal nicht verarscht werden. Glauben sie, das ginge?“

„Jawoll, das geht. Allerdings, wenn ich mir ihre Datei auf dem Monitor so ansehe, befürchte ich, dass ihnen meine Antworten nicht gefallen werden.“

„Solange es der Wahrheit entspricht, legen sie los.“

„Ich sehe hier es geht um den DSL Anschluss... und der ist für Montag terminiert. Sie wollen ihn aber schon früher. Warum?“

„Weil zwei ihrer Strategen mir das zugesagt haben!“

„Echt? Wer denn?“

„Sie sind Nummer 16... glauben sie ich merke mir da alle Namen?“

„Ne, schon klar.“

„Also?“

„Montag wird’s werden!“

„Warum bekomme ich das nicht gleich von ihrer ERSTEN Kollegin gesagt?“

„Das kann ich ihnen nicht sagen, was ich ihnen sage, ist, dass sie soooo lange in der Warteschleife gesteckt haben, weil das die gängige Praxis hier ist. Man stellt die Kunden in die Schleife und hofft, dass sie auflegen.“

„Kennen sie das Wort: Service?“

„Klar, aber das ist ein knappes Gut, Herr Klapsenschaffner!“

„Ich merk’s gerade.“

„Wenn ich ihnen einen Tipp geben darf: Bleiben sie bei Montag... sonst nimmt sie das System aus der Liste und keiner weiß, wann sie wieder reinkommen.“

„Also doch das Master Control Programm!“

„So etwas in der Richtung!“

Dann bedankte ich mich für seine Ehrlichkeit und hoffe, dass er nicht gefeuert wurde weil er ehrlich war.



Heute schicken mir diese Deppen doch tatsächlich einen DSL Splitter (mein dritter!) und die freudige Zusage, dass für heute der DSL Zugang geplant ist... versetzt mit einer Rechnung über 99,- wegen des Umzuges.

Arschgesichter!!!!!!!




ABER jetzt bin ich wieder Online!

Und folgendes muss gesagt werden:

@frau floh: Ich bin wieder da... ob jetzt alles besser wird weiß ich nicht, aber ich bin wieder da! Und sie wurden auch vermisst.

@herr falcon: Ich hab dich vermisst!!!!!!!

@nisi: Danke für die Mails, Frau Nachbarin.

@frau martha: Für sie, frau martha, hab ich sicher noch ein plätzchen.

@trainbuk: Ich tu mein bestes jetzt auch mal auf der trainbukschen seite was zu kommentieren... versprochen!!!! (wurde ja sträflichst vernachlässigt)

@unkita: Ein weiser koch im haus, erspart das kochbuch und das weisheiten büchlein! ;) ...und ich hoffe, dich auch weiterhin auf meiner seite begrüßen zu dürfen!

@sänger ralph: danke für die guten wünsche!!!!

@frau rotfell: danke für die treuen besuche auf meiner seite!

....@supermark..... Naja... weißt ja wie’s is!



...und genau so sieht's aus, Herrschaften!

kostenloser Counter